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Bolsena- EINDRUCKSVOLLE LANDSCHAFTEN
Es ist unglaublich, doch Italien besitzt derart viele Schönheiten, dass es sich erlauben kann, die eine oder andere zu vernachlässigen. Ein Beispiel dafür ist der Bolsenasee, eine echte naturalistische „Perle“ Nordlatiums auf halber Strecke zwischen Rom und Siena: bis heute hat dieser See seine Gesundheit
erhalten können, auch dank menschlicher Werke zu ihrer Verteidigung.
Ob man von Norden oder von Süden aus auf der antiken Stadtsstraße Via Cassia auf den See zufährt, oder auch auf der Landstraße von Orvieto aus, sieht man jedesmal das gleiche bezaubernde Bild vor sich liegen: eine liebliche Wasserfläche inmitten einer dicht bewachsenen Hügelkrone den Volsinii-Berge.
In diesem Territorium findet man wirklich alles: schöne Landschaft, antike Geschichte, gutes Essen, Kunst, Herzlichkeit und Gastfreundschaft, alte historische und kulturelle Traditionen. |
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| Der Ursprung |
Die Form des Bolsenasees, die Unregelmäßigkeiten des Seegrundes, die beiden Inseln, seine geografische Lage, prähistorische Zeugnisse und alle antiken und jüngsten geologischen Studien bestätigen den vulkanischen Ursprung dieses 114 km großen Süßwassersees.
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Panorama
di Boslena con il Lago sullo sfondo |
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Immagine
del Miracolo Eucaristico |
Er entstand vor Hunderttausenden von Jahren, als in diesem Territorium mindestens vier große, zur gleichen Gruppe gehörenden Vulkane mit ca. 94 Eruptionskegeln brodelten. Nach Jahrtausenden der Ausbruchstätigkeit verursachte die Entleerung einer Bodenschicht den gigantischen Einbruch des ganzen Gebietes und hinterließ ein kreisrundes, schroffes Tal.
Nachdem sich die vulkanische Tätigkeit der Erde beruhigt hatte, begann sich innerhalb von tausenden von Jahren dieses Einzugstal mit Wasser zu füllen und formte den See - den heutigen Bolsena-See.
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| Die Inseln des Bolsena-Sees |
| Gegen Abschluss der Eruptionsphase explodierten die letzten zwei Krater dieses Vulkansystems, was die Entstehung von zwei - heute wunderschönen - Inseln zur Folge hatte.
Die Insel Martana übernahm den Namen des am anderen Seeufer gegenüberliegenden Städtchens und ist heute Privatbesitz.
In der Geschichte wird sie erwähnt, weil hier 535 die Gotenkönigin Amalasunta ermordet wurde.
Auch die Insel Bisentina ist Privatbesitz. Sie ist von üppiger Vegetation bedeckt und ein Teil ihre Küste fällt steil in den See ab: ihre Glanzzeit erlebte die Insel unter der Herrschaft der Familie Farnese .
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La
Basilica di Santa Cristina |
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| Mit ihren 2 km Länge ist die Insel groß genug, um viele interessante Vogelarten aufnehmen zu können. In den Gewässern um die Insel herum ist das Fischen verboten, um die Fischreproduktion zu ermöglichen. |

La Rocca Monaldeschi della Cervara |
Es ist schwer, die Farben des Bolsenasees zu beschreiben, denn um sie wirklich einschätzen zu können, muss man das tägliche Schauspiel ihrer launenhaften Schattierungen erlebt haben, die sich je nach Licht, Wind und Himmel wandeln. Vor allem das satte Blau des Lago di Bolsena wird in Erinnerung bleiben, wenn der Nordwind über das Gewässer fegt und den Wellen weißsprudelnde Kämme aufsetzt, die dem See Lebendigkeit und stolze Schönheit verleihen . |
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Dagegen wird der Bolsenasee ernst und machtvoll während der Regentage, wenn der Wasserspiegel alle Farbtöne von grau bis schwarz annimmt. Aber auch ein Abendrot ist beeindruckend, das sich von rosa über lila bis feuerrot im See spiegelt und ihn surrealistisch erscheinen lässt.
Der See, den man trinken kann.
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Resti
Poggio Moscini |
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Man hat den Bolsena-See schon beschrieben als den "See, den man trinken kann" .
Tatsächlich wurden früher, als es in den Häusern noch keine Wasserhähne gab, die öffentlichen Brunnen aller Dörfer am Seeufer direkt mit Seewasser gespeist. Natürlich ist das heute nicht mehr so, aber der Bolsenasee ist immer noch sauber und sein Wasser glasklar. Eine wahre Ausnahme zwischen der betrüblichen Reihe verschmutzter Binnengewässer!
Die Integrität des Bolsenasees ist nachgewiesen durch das Vorhandensein einer bestimmten Algenart
(Characeae ) und des Coregone (Blaufelchen) ein köstlicher Süßwasserfisch, der nur in sauerstoffreichem Wasser leben kann.
Weit entfernt von Industrie und landwirtschaftlicher Verschmutzung hat es dieser See geschafft, bis
heute seinen hervorragenden Gesundheitszustand zu erhalten und so soll es auch bleiben, damit sich jeder an ihm erfreuen kann. |
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